Keramiklehre Hafnerlehre

Keramiklehre Hafnerlehre

Die Bewahrung von traditionellen Kulturtechniken im Handwerk ist nur ein kleiner Aspekt der Lehre. Neben der Weitergabe von Wissen und dem Teilhaben lassen an Erfahrung ist die gemeinsame Weiterentwicklung unseres Handwerks ein zentraler Aspekt der Ausbildung.

Erst das respektvolle Gemeinsame lässt uns den Schritt von der Tradition zu tradiertem Können machen.

Es geht nicht um eine Anleitung wie etwas exakt ausgeführt gehört und wie man es nicht tun darf. Ich möchte in der Lehre Neugierde wecken und Begeisterung für das Handwerk auslösen. Mit Sicherheit im Umgang mit unserern Materialien, offen für Neues, mit Mut zum Experiment, kritisch hinterfragend und Stolz auf unsere Arbeit! So möchte ich junge Menschen auf eine spannende berufliche Reise schicken.

Ein typisches Merkmal des Handwerks ist, das wir selbst die Entscheidung darüber treffen, mit welchen Materialien Werkzeugen und Techniken wir unsere Arbeiten ausführen. Ebenso bilden wir uns auch die nächsten Generationen von HandwerkerInnen selbst aus. Ich schätze das österreichische System der handwerklichen Lehre, vorausgesetzt das Diese von allen Seiten ernst genommen wird!

Excursion ins Österreichische Museum für Volkskunde Wien

Excursion ins Österreichische Museum für Volkskunde Wien

Der Verein zur Förderung historischer Handwerkstechniken Niederösterreich unternahm im Dezmber 2017 eine Excursion ins Wiener Volkskundemuseum. Die stv. Direktorin Dr. Claudia Peschel-Wacha gab uns einen spannenden Einblick in die Kostbarkeiten der keramischen Sammlung! Damals wurde die Idee geboren in einer gemeinsamen Aktion ein kleines Keramik Depot zu sichten und zu räumen. Dabei bekamen wir auch die Möglichkeit, einige der dort eingelagerten Modeln zu duplizieren.

Als Obmann des Vereins freut es mich, das Museum als einen lebendigen Ort des Ausstausches zu erleben! Als eine Schnittstelle von Wissenschaft und Handwerk, an der alle ihr Wissen und ihre Kompetenzen einbrigen können, ist das Museum weit mehr, als ein Ort des Sammelns und Bewahrens von Kulturschätzen.

Ein original Model aus dem 16., 17. oder 18. Jahrhudert in der intensiven Auseinadersetzung der Abformung zu studieren, gibt uns im Handwerk ein viel besseres Verständniss für unser kulturelles Erbe und ermöglicht uns, bei Ergänzungen zu historischen Öfen, exakter und näher am Original zu sein!